Karitative Augenvorsorge für die Menschen in Nepal

Seit unserem letzten Blogbeitrag über „Gemeinnützige Augenvorsorge – zu Gast bei Kindern in Guatemala hat sich einiges getan. Dank der Unterstützung des in Fürth ansässigen Vereins „Vision for the world e. V.“ konnten die freiwilligen Helfer den Einwohnern Nepals ein Stück Lebensqualität zurückgeben. Das hauptsächliche Anliegen des Besuchs war die karitative Augenvorsorge.

In diesem Blogbeitrag geht es um Gaby Jackson, die im März 2019 wichtige Arbeit für das von „Vision for the World“ durchgeführte Projekt „Outreach Camps – Augenscreenings in den nepalesischen Bergen“ in Nepal leistete. Alle Teilnehmer, die durch eine Sehschwäche auffielen, erhielten eine kostenlose Brille.  Aber auch mancher Teilnehmer, der trotz einer gesunden Sehkraft unbedingt eine Brille haben wollte, hat eine bekommen.  „Karitative Augenvorsorge für die Menschen in Nepal“ weiterlesen

Amblyopiescreening – Frühzeitige Erkennung von Sehstörungen

Kinder müssen das Sehen erlernen!

Genauso wie beim Laufen oder Sprechen müssen Kinder in den ersten Lebensjahren auch das Sehen mit beiden Augen (binokulares Sehen) erlernen. Die Fortschritte bei den ersten Gehversuchen oder dem Artikulieren der ersten Worte erleben die Eltern täglich mit. Wie und was Ihr Kind sieht, bleibt Ihnen dagegen verborgen. Dabei sind zwei gesunde Augen sind für das Wohlergehen eines Kindes von zentraler Bedeutung. Eine Sehschwäche in Folge einer Sehstörung beeinträchtigt die schulischen Leistungen, erhöht die Unfallgefahr im Straßenverkehr und kann die Berufswahl einschränken.

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Warum Augenvorsorge auf die Checkliste fürs neue Schuljahr gehört

Busse und U-Bahnen sind wieder voll, es herrscht Gedränge in den Schreibwarenläden, neue Stundenpläne, Fächer und Herausforderungen stehen bevor: Die Schule hat wieder begonnen.

Kinder, Eltern und Lehrkräfte bewegen nun viele Fragen: Wer wird neuer Klassenlehrer oder neue Klassenlehrerin? Wie viele lange Nachmittage gibt es? Wer unterrichtet die Klasse in Mathe? Eine Frage, die – bisher zumindest – meist nicht dazu gehört: Wie gut kann das Kind sehen?

Weltweit sind immer mehr Kinder und Jugendliche kurzsichtig

Dabei wird das Thema für Schulkinder immer wichtiger: Das richtige Sehen ist die Basis für gutes Lernen, denn rund 90% der Sinneseindrücke nehmen wir über den Sehsinn auf. Zugleich ist die Kurzsichtigkeit (Myopie) weltweit immer weiter auf dem Vormarsch – gerade bei Schulkindern ist die Tendenz deutlich steigend.

Wirklich dramatisch ist die Lage in Asien, dort sind 95 % der Jugendlichen kurzsichtig.[1] Doch auch hierzulande steigen die Zahlen kurzsichtiger Kinder und Jugendlicher: Mehr als jedes dritte Schulkind ist kurzsichtig und bei Studenten sogar die Hälfte[2].

Auch wenn die Ursachen und Hintergründe noch nicht vollständig erforscht sind, zeichnen sich einige grundlegende Zusammenhänge ab. Zum Beispiel kann eine Vererbung die Kurzsichtigkeit der Nachkommen begünstigen: So liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Kurzsichtigkeit für ein Kind, dessen Eltern beide kurzsichtig sind, bei 60% gegenüber 10 % bei Kindern, deren Eltern nicht kurzsichtig ist. Doch allein durch genetische Faktoren lässt sich der dramatische Anstieg von Myopie nicht erklären. Vielmehr scheint unsere Lebensart ein wichtiger Faktor für die Entwicklung des Sehens.

Wie sollte man mit dem steigenden Myopie-Risiko umgehen?

Einerseits ist gut belegt, dass die vielen Aktivitäten, bei denen wir auf die Nähe fokussieren – eine Kurzsichtigkeit begünstigen. [3] Neben Lesen und Lernen, verbringen Kinder zu viel Zeit mit Tablets oder Handys – und das ebenfalls in Nahsicht. Entgegenwirken kann dem nur das natürliche Tageslicht, denn das Spielen im Freien kann einen positiven Beitrag zum Schutz leisten. Wenn Kinder sehr lange in die Nähe fokussieren, hilft ihnen das Spielen im Freien sowohl mit dem Blick in die Ferne, als auch mit der Farbe des Tageslichts. Denn das Aufhalten im Tageslicht kann sich verzögernd auf die Entwicklung einer Sehstörung auswirken. Grund dafür ist der hohe Gehalt an blauer Farbe in natürlichem Licht. Dieses regt die Netzhaut an und Dopamin wird ausgeschüttet. Dopamin steuert das Wachstum des Augapfels und hilft ihm seine runde Form beizubehalten. Und die Form des Augapfels wiederum hat Auswirkungen auf die Entwicklung einer Sehstörung. Deshalb ist es vor allem im Kindesalter besonders wichtig möglichst viel Zeit im Freien zu verbringen.[4]

Kinder sollten mehr im Freien spielen

Natürlich soll es nicht darum gehen, Kindern das Lesen abzugewöhnen. Auch können wir übergreifende Entwicklungen in unserem Lebensalltag, wie etwa die fortschreitende Nutzung digitaler Medien nicht aufhalten.

Wie können wir aber mit dem gewachsenen Myopie-Risiko sinnvoller Weise umgehen? Sinnvoll ist es, Kinder zu mehr Aktivitäten anzuregen, bei denen auch der Blick in die Ferne zum Zuge kommt, etwa bei körperlicher Bewegung – ganz besonders draußen im Freien. Wichtig ist aber auch, die individuelle Situation des Kindes zu erkennen: Kann das Kind gut sehen? Dies kann eine regelmäßige Augenvorsorge beantworten. Die Augenvorsorge sollte regelmäßig wiederholt werden, denn eine Sehstörung, wie die Kurzsichtigkeit, kann sich auch erst im Schulalter entwickeln und immer weiter fortschreiten.

Kurzsichtigkeit bei Kindern frühzeitig erkennen

Von Kurzsichtigkeit (Myopie) sprechen wir, wenn Gegenstände in der Nähe scharf gesehen werden und in der Ferne unscharf erscheinen. Sie entsteht, wenn der Augapfel zu sehr in die Länge wächst. Lichtstrahlen, die dann ins Auge fallen, finden ihren Brennpunkt dann nicht mehr genau auf der Netzhaut, sondern davor. Bis zum 30. Lebensjahr wachsen unsere Augäpfel. Je früher die Kurzsichtigkeit auftritt, desto gravierender kann sie sich entwickeln.

Grafische Darstellung eines gesunden und eines kurzsichtigen Auges[5]

Eigentlich erscheint uns Kurzsichtigkeit oft gar nicht als echte „Krankheit“. Denn Kurzsichtigkeit ist nicht gleich Kurzsichtigkeit. Ist sie gering ausgeprägt (bis etwa Minus 2-3 Dioptrien) lässt sie sich ohne weiteres etwa mit einer Sehhilfe korrigieren. Entwickelt sich aber eine starke Myopie (ab etwa Minus 6 Dioptrien), können sich häufig auch Folgebeschwerden entwickeln. Etwa ein Drittel der stark kurzsichtigen Patienten ist davon betroffen: unter ihnen sind Netzhautprobleme überdurchschnittlich verbreitet und auch grüner und grauer Star treten vermehrt auf. Frühzeitig zu erkennen, dass ein Kind eine Myopie entwickeln, hilft solche Risiken besser im Blick zu haben.[6]

Und vor allem: Je früher eine Sehstörung wie die Kurzsichtigkeit erkannt wird, desto besser sind die Behandlungschancen.

Regelmäßige Augenvorsorge: Schuljahresstart ist die perfekte Erinnerung

Gerade bei Schwierigkeiten in der Schule gilt es, daran zu denken, dass hinter den Anzeichen einer möglichen Lernschwäche doch eine Sehstörung stecken kann. Der regelmäßige Check bei Augen- oder Kinderarzt schafft Klarheit. Und weil sich Kinderaugen stetig entwickeln, ist es am besten, die Augenvorsorge regelmäßig zu wiederholen. Wir finden: Jeder neue Schuljahresstart ist eigentlich der perfekte Anlass für ein Seh-Screening und gehört auf die Checkliste nach den Ferien.

 

Weiterführende Informationen:

https://www.augenvorsorge.info/de/home

https://www.swr.de/wissen/kurzsichtigkeit-nimmt-dramatisch-zu/-/id=253126/did=21964320/nid=253126/1tzopiz/index.html

https://www.medizin.uni-tuebingen.de/uktmedia/Patienten/PDF_Archiv+/Patientenbrosch%C3%BCren/Augenklinik/Patienteninformation+Kurzsichtigkeit+Schaeffel+Ziemssen.pdf

 

Quellen:

[1] https://www.swr.de/wissen/kurzsichtigkeit-nimmt-dramatisch-zu/-/id=253126/did=21964320/nid=253126/1tzopiz/index.html

[2] https://www.swr.de/wissen/kurzsichtigkeit-nimmt-dramatisch-zu/-/id=253126/did=21964320/nid=253126/1tzopiz/index.html

[3] https://augenchirurgie.clinic/erkrankungen/kurzsichtigkeit-kinder aufgerufen am 5.8.2019

[4] https://www.medizin.uni-tuebingen.de/uktmedia/Patienten/PDF_Archiv+/Patientenbrosch%C3%BCren/Augenklinik/Patienteninformation+Kurzsichtigkeit+Schaeffel+Ziemssen.pdf aufgerufen am 5.8. 2018

[5] https://plusoptix.blog/2019/01/30/die-epidemie-der-kurzsichtigkeit/

[6] ebd.

 

Prämiert, präzise, zuverlässig und kompatibel: Wie Plusoptix Design, Technik und Kundenservice vereint

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Je früher eine Sehstörung erkannt wird, desto besser kann eine Amblyopie vermieden werden. Ein Messgerät von Plusoptix kann sowohl Kinderärzte, als auch Augenärzte, bei der Früherkennung von Sehstörungen, Medientrübungen und abnormalen Reflexen unterstützen. Dabei muss das Messgerät hohe Anforderungen erfüllen: Neben präzisen Messergebnissen, muss eine Messung für das untersuchende Personal einfach und ergonomisch und für die Patienten so angenehm wie möglich sein. Plusoptix Geräte sind: prämiert, präzise, zuverlässig und kompatibel. Im Folgenden erfahren Sie die Gründe.

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Endlich Schule! Doch nur wer gut sieht, kann auch gut lernen

Vor dem ersten Schultag ist die To-Do Liste lang: Ranzen, Stifte, Hefte, Schultüte – alles erledigt.  Das Wichtigste kann da leicht vergessen werden: Gesundes Sehen.

Denn nur wer korrekt und gut sieht, kann auch gut lernen. Eine Fehlsichtigkeit im Alltag kann leicht übersehen werden, denn es gibt keine äußerlichen, mit bloßem Auge erkennbaren Symptome. Eltern fällt es oft schwer die Fehlsichtigkeit im Alltag zu erkennen, und auch die Kinder bemerken ihre Einschränkungen nicht – sie haben keine Vergleichsmöglichkeit. In der Schule werden Kinder mit neuen Aufgaben und Anforderungen konfrontiert, die ungewohnt für sie sind.  Falls das Kind fehlsichtig ist, muss es sich übermäßig anstrengen. Das Lernen fällt ihm dadurch schwerer und es verliert womöglich die Lust am Lernen.

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„Im Alltag hat man nur eine geringe Chance zu bemerken, dass ein Kind nicht richtig sieht“

Michael Scheel, Kinderarzt aus Wremen im Landkreis Cuxhaven spricht über seine Erfahrungen mit dem apparativen Sehscreening und warum er Eltern ans Herz legt, ihre Kinder auf Sehstörungen untersuchen zu lassen.

Michael Scheel hat seit 2014 eine Kinderarztpraxis an der Nordseeküste, zwischen Bremerhaven und Cuxhaven. Seit 2015 führt er in seiner Praxis das apparative Amblyopiescreening mit dem Plusoptix Vision Screener durch. Im Jahr werden in seiner Praxis, so schätzt er, 300 bis 400 Kinder untersucht – ab der U5. „Als eines der ersten Kinder, die wir mit dem Vision Screener gemessen haben, hatten wir meinen damals 11 Monate alten Sohn zum Amblyopiescreening – das Ergebnis: „Auffällig“.

Im Alltag lassen sich Sehstörungen nicht leicht entdecken, das ist ein Risiko

„Wie fast alle Eltern hatten auch wir nicht den leisesten Verdacht auf eine Sehstörung und bei meinem Sohn bestand eine hochgradige Fehlsichtigkeit auf einem Auge. Wir waren damals sehr erstaunt über das auffällige Ergebnis, denn in unserer Wahrnehmung hatte unser Sohn sich völlig unauffällig verhalten. Das gut sehende Auge hatte alles ausgeglichen“, berichtet  Herr Scheel.

„Es ist wichtig zu verstehen, dass man im Alltag nur eine geringe Chance hat, zu bemerken, dass ein Kind nicht richtig sieht. Babys können oft selbst sehr starke Sehstörungen so gut ausgleichen, dass es den Eltern und auch den Lehrern oder Erziehern nicht auffällt.“ Deshalb werden viele Sehstörungen erst entdeckt, wenn in der Schule Probleme auftreten. Doch dann ist die Entwicklung des „Sehen lernens“ fast abgeschlossen und eine Behandlung von Sehstörungen sehr viel schwieriger.

Ein wichtiger Vorteil: die Messung ist unkompliziert und kinderfreundlich

Als entscheidenden Vorteil des apparativen Amblyopiescreenings mit Plusoptix sieht Herr Scheel die unkomplizierte Messung: „Das geht schnell, einfach und kontaktlos. Auch für die Eltern spart das Zeit und Aufwand, wenn sie das Amblyopiescreening im regulären Ablauf der Vorsorgeuntersuchung erledigen können und dafür nicht extra zum Augenarzt müssen. Lange Wartezeiten und eventuell auch das unangenehme Weittropfen der Augen müssen für das Amblyopiescreening nicht sein.“

Die Messung mit dem Plusoptix Vision Screener erfolgt berührungslos und unabhängig von der Kooperation des Kindes. Manche Babys nehmen nicht einmal wahr, dass sie untersucht werden.

Werden im Amblyopiescreening Auffälligkeiten entdeckt, dann übernimmt ein Augenarzt die weitere Diagnose und Behandlung. Alle Untersuchungs- und Behandlungskosten, die hierbei entstehen, trägt die Krankenkasse. Herr Scheel rät Eltern in diesem Fall: „Es ist wichtig, dann Augenärzte zu wählen, die ausreichend Erfahrung mit Kindern haben. Wir überweisen eigentlich nur noch zu Augenarztpraxen mit Sehschule. Dort arbeiten Orthoptisten/-innen, Fachkräfte, die auf das richtige Sehen spezialisiert sind und ausreichend Erfahrung mit Kindern haben.“

Melden sich Eltern mit Ihrem Neugeborenen in Herr Scheels Praxis an, erhalten sie bereits erste Informationen zum Ambylopiescreening. Bei der U5, etwa im sechsten bis siebten Lebensmonat, sprechen die Medizinischen Fachangestellten das Thema nochmals mit den Eltern an, die dann entscheiden, ob sie das Angebot in Anspruch nehmen möchten. Einige Krankenkassen bieten das Screening bereits im Rahmen von kostenlosen und freiwilligen Selektivverträgen an, ansonsten wird es als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) abgerechnet. „Es wäre wichtig, dass mehr Krankenkassen die Kosten für das Amblyopiescreening übernehmen,“ erklärt Michael Scheel, „denn für manche Eltern stellt es eine so große finanzielle Belastung dar, dass sie auf die wichtige Untersuchung verzichten.“

Unentdeckte Sehstörungen können eine Amblyopie zur Folge haben

Das Amblyopiescreening bietet eine Möglichkeit zur frühzeitigen Erkennung von Sehstörungen. Die am häufigsten auftretenden Amblyopie-Risikofaktoren bei Kindern sind das Schielen und eine stark unterschiedliche Sehkraft der Augen, Aber auch andere Ursachen können eine Amblyopie verursachen. In der Praxis von Herr Scheel zeigte sich, dass es auch viele Kinder gibt, die eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) haben. Bei der Hornhautverkrümmung (Astigmatismus), ist die Hornhaut auf einem oder beiden Augen zu stark oder unregelmäßig gekrümmt. Auf der Netzhaut entsteht so ein nur unscharfes Bild. Ist die Verkrümmung nur auf einem Auge, liegt auch hier wieder ein starkes Risiko für eine Amblyopie vor: Das Gehirn bedient sich nur der Bilder des einen Auges, die des anderen blendet es aus.

Frühzeitige Entdeckung ermöglicht meist schnellere Behandlungserfolge

„Das älteste Kind, bei dem wir dank des apparativen Screenings eine Sehstörung entdeckten, war übrigens acht Jahre alt – auch das zeigt, wie unauffällig die Sehstörungen im Alltag sind. Grundsätzlich versuchen wir, mögliche Sehstörungen so früh wie möglich zu entdecken und zum Augenarzt zu überweisen  und zu behandeln. Die Erfolge sind größer und man muss auch nicht so lange therapieren“, berichtet Michael Scheel. „Entdecken wir etwa eine Amblyopie oder ein Amblyopierisiko in den ersten zwei bis drei Lebensjahren, hilft oft schon eine kurze Therapie beim Augenarzt – meist durch das Abkleben des gesunden Auges mit einem Pflaster (Okklusionstherapie) über zwei bis drei Monate hinweg. Eine Ausnahme ist vielleicht das Schielen, da kann es mit der Behandlung länger dauern.“

Nach dem dritten Lebensjahr sind große Teile der Entwicklung des Sehens bereits abgeschlossen, eine Amblyopie hat sich vielleicht schon entwickelt. Entsprechend schwieriger gestaltet sich die Behandlung. Bei einem älteren Kind, etwa mit fünf oder sechs Jahren, ist nur eine Amblyopieerkennung mit schlechteren Behandlungschancen möglich, trotz längerer Okklusionszeiten .

Das Gespräch mit Herrn Scheel hat deutlich gemacht, wie schwierig Sehstörungen im Alltag zu entdecken sind – und wie unkompliziert ein frühzeitiges Ambylopiscreening beim Kinderarzt durchgeführt werden kann.

Wann wart Ihr zum letzten Mal mit eurem Kind bei der Augenvorsorge?

Mehr Informationen dazu unter www.augenvorsorge.info

 

Weitere Informationen:

Homepage der Praxis von Michael Scheel

Artikel zu Astigmatismus

Informationen zum Plusoptix Vision Screener

Gerätebasiertes Amblyopiescreening: Sehstörungen bei Kindern sicher entdecken

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Gerätebasiertes Amblyopiescreening: Sehstörungen bei Kindern sicher entdecken – Im Gespräch mit Kinderarzt Dr. Andreas Baumann aus Öhringen

In der Praxis, die Dr. Andreas Baumann mit seinem Kollegen Dr. Robert Wagner und seiner Kollegin Dr. Anja Hauser im nordwürttembergischen Öhringen betreibt, kommen jedes Quartal rund 4.500 Patienten. Das Einzugsgebiet ist groß – die ganze Region im Jagsttal rund um Künzelsau und Bad Mergentheim aber sehr klein. Kinderärzte gibt es nur wenig. „Nicht wenige unserer Patienten müssen für einen Besuch beim Kinderarzt 40 Kilometer fahren“, berichtet Andreas Baumann, als wir ihn um einen Einblick in den Praxisalltag bitten. Dann schildert er, wie seine Kollegen und er die Augenvorsorge für ihre Patienten vornehmen. „Gerätebasiertes Amblyopiescreening: Sehstörungen bei Kindern sicher entdecken“ weiterlesen

Wie wir unsere Augen im digitalen Zeitalter schützen

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Heutzutage verbringen die Deutschen durchschnittlich 643 Minuten am Tag mit audiovisuellen Medien, das entspricht circa 10,5 Stunden![1] Auch für  Kinder ist es schon normal bis zu drei Stunden am Tag mit dem Handy zu verbringen. Die Zahlen sind alarmierend.[2]

Fakt ist: Beim Aufstehen, tagsüber und auch wenn wir ins Bett gehen, unser Smartphone begleitet uns überall.

Wenn Sie auch zu denjenigen zählen, die mehr als drei Stunden am Tag mit dem Smartphone, vor dem Computer, dem Laptop oder auch vor dem Fernseher verbringen, besteht die Gefahr,  dass Sie dem Risiko einer digitalen Augenbelastung, dem sogenanntem Computer Vision Syndrom, ausgesetzt sind. Dies stellt eine Kombination von Augen- und Sehproblemen durch die regelmäßige Nutzung von digitalen Geräten dar.[3] Auch die Ausbildung einer Kurzsichtigkeit kann durch die ständige Nutzung digitaler Medien begünstigt werden, denn das künstliche bzw. das blaue oder violette Licht ist schlecht für die Gesundheit unserer Augen. Diese Probleme sind heutzutage immer öfter zu beobachten – vor allem auch bei Kindern und Jugendlichen.

Doch wie erkenne ich  die ersten Symptome der Sehstörung und wie kann ich mich davor schützen? Das erfahrt ihr in unserem folgenden Blogbeitrag. „Wie wir unsere Augen im digitalen Zeitalter schützen“ weiterlesen

Ein Recht auf Augenlicht: Die WHO-Initiative Vision2020

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Weltweit sind etwa 36 Millionen Menschen blind, und rund 217 Millionen haben eine mäßig schwere oder schwere Sehbehinderung.1  Rund die Hälfte davon ist von einer nicht korrigierten Fehlsichtigkeit betroffen2 – sie bräuchten also einfach eine Brille oder Sehhilfe, um besser zu sehen.  Armut und schlechte augenärztliche Versorgung machen dies in vielen Regionen aber unmöglich. Über 80% der Fälle von Erblindung gehen auf mangelnde gesundheitliche Versorgung zurück, und ließen sich durch frühzeitige Behandlung vermeiden.2 Gleichzeitig sind die Auswirkungen von Blindheit und Sehbehinderung umso drastischer, je schlechter Versorgung und gesellschaftliche Inklusion in der jeweiligen Region sind.

Deshalb widmet sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit 1999 mit dem Programm Vision2020 der Überwindung vermeidbarer Blindheit und der Verbesserung der Situation für Menschen mit Sehbehinderung. „Ein Recht auf Augenlicht: Die WHO-Initiative Vision2020“ weiterlesen