Welttag des Sehens: Mit frühzeitiger Erkennung & Behandlung wären 80 % aller Sehbehinderungen auf der Welt vermeidbar

Mutter mit ihrem Kleinkind auf dem Schoß

Jedes Jahr im Oktober markiert der zweite Donnerstag den Welttag des Sehens. Genau genommen ist dem Sehen sogar eine ganze Woche gewidmet. Überall auf der Welt finden zahlreiche Veranstaltungen rund um Augengesundheit und Augenlicht statt. Von wissenschaftlichen Vorträgen über Vorsorge-Aktionen bis hin zu Initiativen, die uns für Bedarfe und Anliegen Blinder und sehbehinderter Menschen alle empfänglicher machen. All dies geht zurück auf die Initiative Vision2020 der Weltgesundheitsorganisation WHO (über die wir in unserem Blog bereits berichteten).

Das wichtigste Ziel der WHO ist, die zahlreichen Fälle von Sehbehinderung und Blindheit, die angesichts des Stands der Medizin eigentlich vermeidbar wären, auch verhindern zu können. „Vermeidbar“ bedeutet, dass Menschen deshalb eine Sehbehinderung haben, weil sie Vorsorgemöglichkeiten nicht wahrgenommen haben oder weil ihnen der Zugang zu medizinischer Versorgung – zu Vorsorge und Behandlung – fehlte. Letzteres geschieht am häufigsten in den Regionen der Welt, in denen am wenigsten Geld zur Verfügung steht.

Quelle: The International Agency for the Prevention of Blindness https://www.iapb.org/advocacy/world-sight-day/

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Amblyopiescreening – Frühzeitige Erkennung von Sehstörungen

Kinder müssen das Sehen erlernen!

Genauso wie beim Laufen oder Sprechen müssen Kinder in den ersten Lebensjahren auch das Sehen mit beiden Augen (binokulares Sehen) erlernen. Die Fortschritte bei den ersten Gehversuchen oder dem Artikulieren der ersten Worte erleben die Eltern täglich mit. Wie und was Ihr Kind sieht, bleibt Ihnen dagegen verborgen. Dabei sind zwei gesunde Augen sind für das Wohlergehen eines Kindes von zentraler Bedeutung. Eine Sehschwäche in Folge einer Sehstörung beeinträchtigt die schulischen Leistungen, erhöht die Unfallgefahr im Straßenverkehr und kann die Berufswahl einschränken.

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Frühzeitige Augenvorsorge für Kinder- Was zahlt die Krankenkasse?

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Plusoptix legt Wert darauf, dass die Eltern über die enorme Bedeutung der frühzeitigen Augenvorsorge bei Kindern aufgeklärt werden. Eltern müssen wissen, dass es eine moderne Technik gibt, mit der Amblyopie (Schwachsichtigkeit) nicht nur erkannt, sondern durch eine Vorsorge vermieden werden kann. Doch wird eine Messung mit dieser modernen Technik zur Augenvorsorge auch von den Krankenkassen bezahlt?

Über dieses Thema wollen wir euch im folgenden Beitrag einen Überblick verschaffen.

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Gerätebasiertes Amblyopiescreening: Sehstörungen bei Kindern sicher entdecken

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Gerätebasiertes Amblyopiescreening: Sehstörungen bei Kindern sicher entdecken – Im Gespräch mit Kinderarzt Dr. Andreas Baumann aus Öhringen

In der Praxis, die Dr. Andreas Baumann mit seinem Kollegen Dr. Robert Wagner und seiner Kollegin Dr. Anja Hauser im nordwürttembergischen Öhringen betreibt, kommen jedes Quartal rund 4.500 Patienten. Das Einzugsgebiet ist groß – die ganze Region im Jagsttal rund um Künzelsau und Bad Mergentheim aber sehr klein. Kinderärzte gibt es nur wenig. „Nicht wenige unserer Patienten müssen für einen Besuch beim Kinderarzt 40 Kilometer fahren“, berichtet Andreas Baumann, als wir ihn um einen Einblick in den Praxisalltag bitten. Dann schildert er, wie seine Kollegen und er die Augenvorsorge für ihre Patienten vornehmen. „Gerätebasiertes Amblyopiescreening: Sehstörungen bei Kindern sicher entdecken“ weiterlesen

Wie wir unsere Augen im digitalen Zeitalter schützen

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Heutzutage verbringen die Deutschen durchschnittlich 643 Minuten am Tag mit audiovisuellen Medien, das entspricht circa 10,5 Stunden![1] Auch für  Kinder ist es schon normal bis zu drei Stunden am Tag mit dem Handy zu verbringen. Die Zahlen sind alarmierend.[2]

Fakt ist: Beim Aufstehen, tagsüber und auch wenn wir ins Bett gehen, unser Smartphone begleitet uns überall.

Wenn Sie auch zu denjenigen zählen, die mehr als drei Stunden am Tag mit dem Smartphone, vor dem Computer, dem Laptop oder auch vor dem Fernseher verbringen, besteht die Gefahr,  dass Sie dem Risiko einer digitalen Augenbelastung, dem sogenanntem Computer Vision Syndrom, ausgesetzt sind. Dies stellt eine Kombination von Augen- und Sehproblemen durch die regelmäßige Nutzung von digitalen Geräten dar.[3] Auch die Ausbildung einer Kurzsichtigkeit kann durch die ständige Nutzung digitaler Medien begünstigt werden, denn das künstliche bzw. das blaue oder violette Licht ist schlecht für die Gesundheit unserer Augen. Diese Probleme sind heutzutage immer öfter zu beobachten – vor allem auch bei Kindern und Jugendlichen.

Doch wie erkenne ich  die ersten Symptome der Sehstörung und wie kann ich mich davor schützen? Das erfahrt ihr in unserem folgenden Blogbeitrag. „Wie wir unsere Augen im digitalen Zeitalter schützen“ weiterlesen

Vitamine und Lebensmittel für Ihre Augengesundheit

­„Karotten sind gut für die Augen“ – die meisten von uns kennen diesen Satz bereits seit der Kindheit. Aber tragen gesunde Ernährung und Vitamine tatsächlich zur Augengesundheit bei?

Eine gesunde Ernährung kommt dem ganzen Körper zugute. Welche Vitamine wirken sich aber besonders positiv auf die Augen aus und in welchen Lebensmitteln kommen sie vor?

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Schwachsichtigkeit: Gerätebasiertes Amblyopiescreening in der Kinderarztpraxis

Die Augen sind das wichtigste Sinnesorgan des Menschen, denn 80% aller Sinneseindrücke nehmen über unsere Augen auf. Neugeborene müssen das Sehen ebenso erlernen wie Laufen und Sprechen. Die Fortschritte bei den ersten Gehversuchen oder den ersten Worten erleben die Eltern täglich mit. Wie und was ein Kind sieht, bleibt den Eltern und oft auch dem Kinderarzt verborgen.

Das Risiko unerkannter Sehstörungen

Werden Sehstörungen aber zu spät erkannt und nicht rechtzeitig korrigiert, kann eine Amblyopie (Schwachsichtigkeit) entstehen. Bei 20% aller Kleinkinder bestehen Risikofaktoren, die ohne frühzeitige Erkennung zu einer Amblyopie führen können. Eine unbehandelte Amblyopie führt zu einer lebenslangen Einschränkung des Sehvermögens, die nicht mehr therapiert werden kann. 5,6% aller Erwachsenen in Deutschland leiden unter einer Amblyopie. Ihnen ist die Ausübung vieler Berufe, wie z.B. Berufskraftfahrer, die Tätigkeit auf Baustellen, oder bei Polizei und Feuerwehr verwehrt. Damit Sehstörungen rechtzeitig erkannt werden, empfiehlt die Kinderrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses  zur Augenvorsorge in der Kinderarztpraxis bereits ab der Vorsorgeuntersuchung U2 die Prüfung der Augen auf Transilluminationsauffälligkeiten im durchfallenden Licht – dem so genannten Durchleuchtungstest.

Blendfreie Untersuchung dank moderner Technik

Dieser hilft dabei, etwaige Trübungen im Auge zu entdecken. Bei dieser Untersuchung wird ein Lichtstrahl ins Auge projiziert und von der Netzhaut reflektiert. Der Lichtstrahl durch- bzw. beleuchtet den zentralen Teil der Hornhaut, der Linse, des Glaskörpers und der Netzhaut.

Nutzt der Arzt dafür ein Ophthalmoskop mit einem sichtbaren Lichtstrahl, kann das Kind geblendet werden. Dies kann zum einen dazu führen, dass das Kleinkind sich wehrt. Zum anderen verkleinert sich die Pupille während dieser Untersuchung. Dabei wird der Lichtstrahl und somit auch der Sichtbereich durch die Pupillengröße begrenzt.

Schnittzeichnung Auge Transillumination
Eine größere Öffnung der Pupille eröffnet einen größeren Sichtbereich

Im Unterschied dazu verwenden moderne Geräte zur Amblyopie-Vorsorge, wie der Plusoptix Vision Screener infrarotes Licht für den Durchleuchtungstest, welches auch im Sonnenlicht oder im Licht von z.B. Glühlampen enthalten ist. Plusoptix Infrarotlicht ist unsichtbar und für das menschliche Auge vollkommen ungefährlich.

Zudem entsteht keine Blendung, die Pupillen bleiben weit und es kommt zu keinen Abwehrreaktionen. Weite Pupillen vergrößern den Sichtbereich und erleichtern so die Untersuchung.

 

Durch den viel größeren Sicht- und Untersuchungsbereich fallen Trübungen, die sich etwas abseits der Augenmitte befinden, leichter auf. Bei beidseitigen Trübungen kann ein kleinerer Untersuchungsbereich zu Fehleinschätzungen führen, da in einer kleinen Pupille die zentralen, einsehbaren Bereiche des Auges gleichmäßig verschattet sind.

Ein größerer Untersuchungsbereich ermöglicht die Früherkennung nicht nur zentraler, sondern auch peripherer Transilluminationsauffälligkeiten, lange bevor sich diese in die Augenmitte ausbreiten. a) Beispiel einer zentralen Transilluminationsauffälligkeit im rechten Auge. b) Beispiel einer peripheren Transilluminationsauffälligkeit im rechten Auge c) Beispiel einer binokularen, zentralen Transilluminationsauffälligkeit in großen Pupillen d) Veranschaulichung derselben binokularen, zentralen Transilluminations-auffälligkeit in kleinen Pupillen.

Einfache Messung mit objektiven Ergebnisdaten

Die Untersuchung ist einfach und schnell durchzuführen und kann von Medizinischen Fachangestellten vorgenommen werden. Die Bildaufnahme und die Messwerte werden gespeichert und stehen im weiteren Verlauf der Behandlung und auch Überweisungen zur Verfügung.

Um die im Vergleich zum direkten Ophthalmoskop höheren Anschaffungskosten eines Amblyopie-Screening-Gerätes zu decken, erstatten viele GKV bis zu 20 EUR und PKV bis zu 25 EUR pro Untersuchung. Aktuelle Informationen zur Kostenerstattung durch Krankenkassen sind bei der BVKJ Servicegesellschaft erhältlich.

Weiterführende Informationen: https://plusoptix.com/de/vision-screener-de

Ein Recht auf Augenlicht: Die WHO-Initiative Vision2020

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Weltweit sind etwa 36 Millionen Menschen blind, und rund 217 Millionen haben eine mäßig schwere oder schwere Sehbehinderung.1  Rund die Hälfte davon ist von einer nicht korrigierten Fehlsichtigkeit betroffen2 – sie bräuchten also einfach eine Brille oder Sehhilfe, um besser zu sehen.  Armut und schlechte augenärztliche Versorgung machen dies in vielen Regionen aber unmöglich. Über 80% der Fälle von Erblindung gehen auf mangelnde gesundheitliche Versorgung zurück, und ließen sich durch frühzeitige Behandlung vermeiden.2 Gleichzeitig sind die Auswirkungen von Blindheit und Sehbehinderung umso drastischer, je schlechter Versorgung und gesellschaftliche Inklusion in der jeweiligen Region sind.

Deshalb widmet sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit 1999 mit dem Programm Vision2020 der Überwindung vermeidbarer Blindheit und der Verbesserung der Situation für Menschen mit Sehbehinderung. „Ein Recht auf Augenlicht: Die WHO-Initiative Vision2020“ weiterlesen

Unentdeckte Sehstörung – Die Auswirkungen sind tragisch

Scharfes Sehen ist heutzutage ein echtes Privileg, für das vor allem die frühkindliche Entwicklung der Augen entscheidend ist. Bei der Geburt sehen Kinder noch verschwommen und bilden idealerweise im frühen Kindesalter die vollständige Sehfähigkeit aus. Bis zum 6. Lebensjahr werden die Vernetzungen von Gehirn und Auge ausgeprägt, die in manchen Fällen allerdings gestört werden. Ist dies der Fall, ist ein späteres Leiden an einer unentdeckten Sehstörung sehr wahrscheinlich. Eine gestörte Sehfähigkeit bei einem Kind zu erkennen ist oft gar nicht so einfach. Die Auswirkungen sind jedoch tragisch. „Unentdeckte Sehstörung – Die Auswirkungen sind tragisch“ weiterlesen