Welttag des Sehens: Mit frühzeitiger Erkennung & Behandlung wären 80 % aller Sehbehinderungen auf der Welt vermeidbar

Mutter mit ihrem Kleinkind auf dem Schoß

Jedes Jahr im Oktober markiert der zweite Donnerstag den Welttag des Sehens. Genau genommen ist dem Sehen sogar eine ganze Woche gewidmet. Überall auf der Welt finden zahlreiche Veranstaltungen rund um Augengesundheit und Augenlicht statt. Von wissenschaftlichen Vorträgen über Vorsorge-Aktionen bis hin zu Initiativen, die uns für Bedarfe und Anliegen Blinder und sehbehinderter Menschen alle empfänglicher machen. All dies geht zurück auf die Initiative Vision2020 der Weltgesundheitsorganisation WHO (über die wir in unserem Blog bereits berichteten).

Das wichtigste Ziel der WHO ist, die zahlreichen Fälle von Sehbehinderung und Blindheit, die angesichts des Stands der Medizin eigentlich vermeidbar wären, auch verhindern zu können. „Vermeidbar“ bedeutet, dass Menschen deshalb eine Sehbehinderung haben, weil sie Vorsorgemöglichkeiten nicht wahrgenommen haben oder weil ihnen der Zugang zu medizinischer Versorgung – zu Vorsorge und Behandlung – fehlte. Letzteres geschieht am häufigsten in den Regionen der Welt, in denen am wenigsten Geld zur Verfügung steht.

Quelle: The International Agency for the Prevention of Blindness https://www.iapb.org/advocacy/world-sight-day/

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Karitative Augenvorsorge für die Menschen in Nepal

Seit unserem letzten Blogbeitrag über „Gemeinnützige Augenvorsorge – zu Gast bei Kindern in Guatemala hat sich einiges getan. Dank der Unterstützung des in Fürth ansässigen Vereins „Vision for the world e. V.“ konnten die freiwilligen Helfer den Einwohnern Nepals ein Stück Lebensqualität zurückgeben. Das hauptsächliche Anliegen des Besuchs war die karitative Augenvorsorge.

In diesem Blogbeitrag geht es um Gaby Jackson, die im März 2019 wichtige Arbeit für das von „Vision for the World“ durchgeführte Projekt „Outreach Camps – Augenscreenings in den nepalesischen Bergen“ in Nepal leistete. Alle Teilnehmer, die durch eine Sehschwäche auffielen, erhielten eine kostenlose Brille.  Aber auch mancher Teilnehmer, der trotz einer gesunden Sehkraft unbedingt eine Brille haben wollte, hat eine bekommen.  „Karitative Augenvorsorge für die Menschen in Nepal“ weiterlesen

Gemeinnützige Augenvorsorge – zu Gast bei Kindern in Guatemala

Seit wir im letzten Jahr im Blogbeitrag „Gemeinnützige Arbeit mit dem Plusoptix Gerät – ein wetterfester Screening-Koffer geht auf Weltreise“ über die gemeinnützigen Projekte zur Augenvorsorge der H.I.T. Stiftung berichtet haben, sind wir zu begeisterten Lesern des Blogs der H.I.T. Stiftung geworden. Hierbei ist uns vor allem der letzte Blogbeitrag „H.I.T. in Guatemala: “Wer nicht sehen kann, dem fällt das Lernen schwer” aufgefallen. Über diesen würden wir euch heute gerne berichten.

In diesem Blogbeitrag geht es um die 23-jährige Studentin Julia Odenga. Sie leistete bereits 2017 Freiwilligenarbeit für den gemeinnützige Verein Li Ch’utam in Guatemala (Lateinamerika). Da sie das Land und die Arbeit so begeistert hat, entschloss sie sich erneut nach Guatemala zu reisen um dem Verein weitere Hilfe zu leisten.

Im folgenden erfahrt ihr mehr über die Beweggründe von Julia, die Arbeit vor Ort und wie der Screeningkoffer der H.I.T.-Stiftung mit dem Plusoptix Autorefractor bei ihrem Projekt helfen konnte.

Der gemeinnützige Verein Li Ch’utam

 

Li Ch’utam kommt aus dem Qeqchi, eine von rund 24 in Guatemala vertretenen Maya- Sprachen und heißt so viel wie “Zusammenkommen” oder “Gemeindetreffen“. Der Li Ch’utam Verein ist im Jahr 2009 aus einer Deutsch-Guatemaltekischen Freundschaft heraus entstanden. Die Volunteers unterstützen Lehrer und Familien mit Kindern im Grundschulalter in Guatemala. Außerdem bietet der Verein unter anderem ein computergestützte Nachmittagsbildungsprogramme an, in welchem Lese- und Computerkompetenzen gefördert werden. Dementsprechend  beschäftigt Li Ch’utam seit 2013  vor Ort ein ständiges Team von Volunteers um die Projekte umzusetzen und Partner in der Region bei Bildungsarbeiten zu unterstützen. [1]

Das Hauptaugenmerk der gemeinnützigen Organisation ist es, Bildung für die Einwohner Guatemalas zugänglicher zu machen. Entsprechend diesem Ziel zu genügen, konzentriert sich der Verein auf die folgenden vier Projektbereiche:

  • Klassenzimmer-Unterstützung
  • Außerschulische Aktivitäten
  • Stipendien
  • Familienprojekte[2]

H.I.T.: „Nur wer gut sehen kann, hat auch eine Chance auf ein erfolgreiches Lernen.“

 

Als sich Julia für ihren Aufenthalt in Guatemala vorbereitete, ist sie über eine Freundin auf die H.I.T. Stiftung aufmerksam geworden. Deshalb hat sie sich intensiver mit den Projekten der Stiftung auseinander gesetzt. Deshalb erkannte sie, dass das Anliegen der H.I.T. Stiftung auch dem Projekten des Vereins Li Ch’utam in Guatemala helfen könnten.

Die gemeinnützige H.I.T. Stiftung wurde im Jahr 2014 von Dr. Peter P. Kaupke ins Leben gerufen. Die Stiftung  hat es sich auf die Fahne geschrieben, Kindern durch besseres Lernen, Erkennen und Verstehen, eine Chance auf Entwicklung von Wertebewusstsein und eine selbstbestimmte, positive und bessere Zukunft zu ermöglichen.  „Nur wer gut sehen kann, hat auch eine Chance auf ein erfolgreiches Lernen“, erklärte Herr Dr. Kaupke im Gespräch.  Sein Ziel: Kindern in bildungsfremden Regionen zu frühzeitigen Sehtests verhelfen. Eines der Projekte der Stiftung nennt sich „Save children’s sight – for a better chance in life“ (dt.: „Sichert die Sehfähigkeit der Kinder – für eine bessere Chance im Leben“). Die freiwilligen Helfer der H.I.T.-Stiftung führen Augenscreenings in entlegenen Regionen der Welt durch und versorgen betroffene Kinder kostenlos mit Brillen.  Für diesen Zweck ließ die Stiftung spezielle, wetterfeste Screeningkoffer herstellen, in der u.a. ein Plusoptix Autorefractor (plusoptiX A12R) und ein Sehtest mit Symbolen enthalten sind.

Wetterfester Screening-Koffer für die gemeinnützige Augenvorsorge der H.I.T. Stiftung

Auch in Guatemala gibt es Kinder, denen das Lernen und Schreiben schwer fällt, da sie kaum Buchstaben erkennen können.

Gemeinnützige Augenvorsorge: Aufklärung und Durchführung eines Augenscreenings

 

Deswegen lag Julia’s Verantwortung in Guatemala zum größten Teil bei der Augenvorsorge von Kleinkindern. Dafür begab sie sich in die Region des Polochic Tals und veranstaltete an der örtlichen Grundschule ein Augenscreening . Vor allem um die Sehfähigkeit der Kinder in der Region zu überprüfen. Die Einwohner Guatemalas haben in vielen Teilen des Landes so gut wie keinen Zugang zu einem Arzt oder Medikamenten. Dennoch können Krankheiten oder Behinderungen bei Kleinkindern in den meisten Fällen kaum bis gar nicht diagnostiziert oder therapiert werden. Das heißt, die Möglichkeiten, die viele Kinder in Ländern wie Deutschland haben, bleiben ihnen verwehrt. Aufgrund dessen müssen sie oft ein Leben lang mit den Folgen kämpfen.[3] Vor allem betrifft dies natürlich auch das Sehen. Wer nicht richtig sehen kann, dem fällt auch das Lernen, Erkennen und Verstehen schwer.[4]

 

Julia organisierte den Test im Januar 2019. Einen Tag vor dem Augenscreening  veranstaltete sie einen Informationsabend für die Eltern der Kinder, um diese umfangreich über das Augenscreening aufzuklären und auf die Wichtigkeit frühkindlicher Augenvorsorge aufmerksam zu machen.

Die Kinder warten neugierig auf die gemeinnützige Augenvorsorge

Diesem Angebot folgte eine Vielzahl der Dorfeinwohner. Deshalb war es keine große Überraschung, dass am nächsten Tag ein Menge interessierter Kinder getestet werden konnten. Selbst die Lehrkräfte der Bildungseinrichtung wurden tatkräftig an den Plusoptix Geräten geschult. Mit ihrer Hilfe konnte eine Vielzahl von Kindern untersucht werden. Die Messung mit dem prämierten, kinderfreundlichen Plusoptix Gerät ist für die Kleinen aufregend und selbst die lautstarke Geräuschkulisse stellte kein Problem dar. Zudem wird die Messung in unter einer Sekunde durchgeführt. Danach konnten die Kinder auch schnell wieder zu ihren Freunden gehen.

Ein Dankeschön gilt den gemeinnützigen Helfern

 

Zusammenfassend gilt der Dank Julia, dem vorbildlich koordinierten Projekt des Vereins Li Ch’utam in Zusammenarbeit mit der Hamburger H.I.T. Stiftung, denen es gelungen ist, Kindern aus weit entlegenen Regionen auf ihrem erschwerten Weg zu Gesundheit und Bildung weiterzuhelfen.[5] Wir sind stolz, dass auch der im wetterfesten Screening-Koffer enthaltene Plusoptix Autorefractor (plusoptiX A12R) bei dieser Mission helfen konnte.

Gelungene gemeinnützige Augenvorsorge selbst unter erschwerten Bedingungen

[1] https://www.betterplace.org/de/organisations/16800-li-ch-utam-deutschland-ev

[2] https://lichutam.org/de/

[3] https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/guatemala-node/guatemalasicherheit/221882#content_5

[4] https://www.hit-hamburg.com/neues-projekt-h-i-t-in-guatemala/

[5] https://www.facebook.com/LiChutam

 

 

Mehr Informationen zum Thema Augenvorsorge gibt es unter:

www.augenvorsorge.info

 

Weitere Informationen zu unserem Vision Screening findet ihr unter:

www.plusoptix.com/de/vision-screener-de/landing

 

Kennen Sie schon die anderen Blogbeiträge zum Thema gemeinnützige Augenvorsorge?

 

Ein Recht auf Augenlicht: Die WHO-Initiative Vision2020

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Weltweit sind etwa 36 Millionen Menschen blind, und rund 217 Millionen haben eine mäßig schwere oder schwere Sehbehinderung.1  Rund die Hälfte davon ist von einer nicht korrigierten Fehlsichtigkeit betroffen2 – sie bräuchten also einfach eine Brille oder Sehhilfe, um besser zu sehen.  Armut und schlechte augenärztliche Versorgung machen dies in vielen Regionen aber unmöglich. Über 80% der Fälle von Erblindung gehen auf mangelnde gesundheitliche Versorgung zurück, und ließen sich durch frühzeitige Behandlung vermeiden.2 Gleichzeitig sind die Auswirkungen von Blindheit und Sehbehinderung umso drastischer, je schlechter Versorgung und gesellschaftliche Inklusion in der jeweiligen Region sind.

Deshalb widmet sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit 1999 mit dem Programm Vision2020 der Überwindung vermeidbarer Blindheit und der Verbesserung der Situation für Menschen mit Sehbehinderung. „Ein Recht auf Augenlicht: Die WHO-Initiative Vision2020“ weiterlesen

Augenscreening in Nepal – Hilfe zur Selbsthilfe durch den Verein „Vision for the world“

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Heute würden wir euch gerne ein tolles Projekt des Vereins „Vision for the world e.V.“ vorstellen. „Vision for the world“ wurde im Jahre 2002 von Max Reindl und Susanne Grethlein gegründet und verfolgt das Ziel, die augenmedizinische Betreuung von bedürftigen Menschen in wirtschaftlich unterentwickelten Staaten nachhaltig zu verbessern. Sie unterstützen nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ und fördern Projekte, um die medizinische Lebenssituation der Betroffenen in diesen Ländern zu verbessern.

Nun stehen die nächsten School Screenings in Nepal an. Mit an Bord ist ab sofort ein sekundenschnelles Autorefraktometer von Plusoptix. „Augenscreening in Nepal – Hilfe zur Selbsthilfe durch den Verein „Vision for the world““ weiterlesen