Endlich Schule! Doch nur wer gut sieht, kann auch gut lernen

Vor dem ersten Schultag ist die To-Do Liste lang: Ranzen, Stifte, Hefte, Schultüte – alles erledigt.  Das Wichtigste kann da leicht vergessen werden: Gesundes Sehen.

Denn nur wer korrekt und gut sieht, kann auch gut lernen. Eine Fehlsichtigkeit im Alltag kann leicht übersehen werden, denn es gibt keine äußerlichen, mit bloßem Auge erkennbaren Symptome. Eltern fällt es oft schwer die Fehlsichtigkeit im Alltag zu erkennen, und auch die Kinder bemerken ihre Einschränkungen nicht – sie haben keine Vergleichsmöglichkeit. In der Schule werden Kinder mit neuen Aufgaben und Anforderungen konfrontiert, die ungewohnt für sie sind.  Falls das Kind fehlsichtig ist, muss es sich übermäßig anstrengen. Das Lernen fällt ihm dadurch schwerer und es verliert womöglich die Lust am Lernen.

Wie macht sich eine Sehschwäche bemerkbar?

Die Sehstörung kann sich durch eine scheinbare Konzentrationsschwäche oder Schwierigkeiten beim Lesen der Tafel bemerkbar machen. Falls das Kind schlecht sieht, kann es sein, dass ihm das Lesen und Schreiben lernen besonders schwer fällt und das Erledigen der Hausaufgaben viel Überwindung kostet. Durch die erhöhte Anstrengung können Kopfschmerzen auftreten. Wenn das Kind nach der Schule sehr müde und erschöpft ist, kann das ebenfalls ein Indiz sein. Nicht nur um dem Unterricht mühelos zu folgen ist gutes Sehen essentiell, sondern auch um den Schulweg sicher zu bewältigen. Für die Sicherheit im Straßenverkehr sind zwei gesunde Augen von erheblicher Bedeutung. Außerdem gilt: Nur wenn ein Kind gut sieht, kann es sein Potential voll entfalten und sich persönlich und sozial entwickeln.

Vor dem ersten Schultag ist die To-Do Liste lang: Ranzen, Stifte, Hefte, Schultüte,…

Der Anteil der betroffenen Kinder ist hoch

Zurzeit hat etwa 1 von 5 Kindern eine Sehstörung, die ohne frühzeitige Erkennung und Behandlung zu einer Amblyopie führen kann. Vor allem die Anzahl von Kurzsichtigkeit ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Der Bundesverband der Augenärzte (BVA) zitiert hierzu die Ergebnisse der Gutenberg-Gesundheitsstudie (Universitätsmedizin Mainz): Heute leiden immer noch 5,6% aller Erwachsenen an einer Amblyopie (Schwachsichtigkeit).  Das bedeutet, dass Fehlsichtigkeit in der Kindheit gar nicht, oder nur zu spät erkannt wurden. Angesicht dieser Zahlen empfiehlt der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) allen Eltern ein sogenanntes „Amblyopiescreening“ beim Kinderarzt durchführen zu lassen.

Amblyopiescreening: Vorsorge ist besser als Nachsorge

Das sogenannte Amblyopiescreening kann mithilfe eines Plusoptix Vision Screeners durchgeführt werden. Dabei werden beide Augen gleichzeitig, aus einem Meter Entfernung und in weniger als 1 Sekunde, gemessen – blitzschnell und berührungslos.

Die Messergebnisse ermöglichen die Erkennung der häufigsten Sehstörungen im Kindesalter, die eine Amblyopie verursachen können. Kinder mit einem auffälligen Messergebnis werden zur weiteren Untersuchung an einen Augenarzt überwiesen.

Der Vision Screener misst beide Augen gleichzeitig, aus einem Meter Entfernung und in weniger als 1 Sekunde – blitzschnell und berührungslos.

Einige Wochen vor der Einschulung wird die Sehfähigkeit normalerweise im Rahmen der Schuleingangsuntersuchung getestet. Doch eine Augenvorsorge sollte schon viel früher stattfinden. Grundsätzlich sollten alle Kinder, die nicht bereits in augenärztlicher Behandlung sind, so früh wie möglich an einer Augenvorsorge teilnehmen. Am besten noch vor dem ersten Geburtstag. Ein Amblyopiescreening ist bereits ab dem 5. Lebensmonat möglich.

Da sich die Augen mit dem Wachstum verändern, sollte das „Amblyopiescreening“ regelmäßig wiederholt werden. Sind in der Familie bereits Sehstörungen aufgetreten, wird eine Augenvorsorge bereits mit 5 bis 8 Monaten empfohlen.

Unser Ziel sollte sein, den zukünftigen Generationen eine sichere und beschwerdefreie Zukunft zu ermöglichen. Eine regelmäßige Augenvorsorge schafft die Voraussetzung für gute Leistungen in der Schule, Sicherheit im Straßenverkehr und Erfolge im Sport. War euer Kind schon bei der Augenvorsorge?

 

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