Woher soll Ihr Kind wissen, dass es schlecht sieht?

Schlecht sehen ist nicht schmerzhaft deswegen beschweren sich die meisten Kinder nicht über ihre schlechte Sehfähigkeit.

Fast jedes fünfte Kind im Alter von 4 Jahren hat eine unerkannte Sehbeeinträchtigung. Dieser hohe Anteil erscheint überraschend, doch im Gegensatz zu anderen Krankheiten gibt es bei Sehstörungen oft keine äußerlichen, für die Eltern erkennbaren Symptome.[1]

Ab wann bemerken Kinder eine Sehstörung?

Die betroffenen Kinder bemerken die eigene Sehstörung meistens nicht selbst, denn sie sind es ja gewohnt, die Welt mit ihren Augen zu sehen und haben keine Vergleichsmöglichkeit.

Bei schweren Sehbeeinträchtigungen sind es meist die aufmerksamen Eltern die bemerken, dass etwas mit Ihrem Kind nicht stimmt. Besonders gefährlich erweisen sich hier allerdings einseitige Sehstörungen, da das Kind auch mit einem Auge sehr gut zurecht kommt und so oft durch die Eltern keine Auffälligkeiten bemerkt werden können.[2]

Sehstörungen frühzeitig erkennen und vorbeugen

Eltern fällt es oft schwer eine Sehstörung bei ihrem Kind zu erkennen und eine vorgeschriebene augenärztliche Vorsorgeuntersuchung für Kinder gibt es in Deutschland nicht. Deswegen sollte man bei Verdacht auf eine Sehstörung unbedingt zum Augenarzt gehen. Grundsätzlich sollten alle Kinder, die nicht bereits in augenärztlicher Behandlung sind, regelmäßig an einer Augenvorsorge teilnehmen. Die erste Augenvorsorge sollte so früh wie möglich erfolgen, am besten noch vor dem ersten Geburtstag. Danach muss sie regelmäßig wiederholt werden, da sich die Augen mit dem Wachstum verändern und dabei Sehstörungen neu auftreten können.

Amblyopie-Screening beim Kinderarzt

Viele Kinderarztpraxen haben inzwischen das gerätebasierte Amblyopie-Screening eingeführt. Und das kann heute ganz einfach bei der U5 eingesetzt werden!  Mit dem Plusoptix Vision Screener erhält man ganz einfach verlässliche Ergebnisse, ohne auf die Mitarbeit der Kinder angewiesen zu sein. Die Messung erfolgt in Sekundenschnelle – wirklich schonend und kinderfreundlich. Besonders bei den jüngeren Kindern leistet der Vision Screener wertvolle Dienste, denn die Untersuchung ist schon ab dem 5. Lebensmonat möglich. Auch bei Kindern, die noch nicht sprechen können, lässt sich mit einem Screening-Gerät wie dem Plusoptix Vision Screener die Refraktion bestimmen und Fehlsichtigkeiten erkennen.

Mittlerweile wird die sekundenschnelle Augenuntersuchung mit dem Plusoptix Vision Screener von vielen Krankenkassen übernommen. Hier findet ihr eine aktuelle Liste an Krankenkassen, die das Amblyopie-Screening bereits übernehmen: Amblyopie-Screening welche Kasse zahlt bereits. Wählt hierzu einfach  „Amblyopie-Screening“ in der Liste unten und klickt auf „Suche starten“. Vielleicht ist eure Krankenkasse ja auch schon dabei?

Gut zu wissen: Wird während der Augenvorsorgeuntersuchung eine Sehstörung erkannt (Ergebnis „Auffällig“) und das Kind an einen Augenarzt überwiesen, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen alle weiteren Untersuchungs- und Behandlungskosten.

Symptome für Sehstörungen

Darüber hinaus sollten Sie die kinderärztliche bzw. augenärztliche Praxis aufsuchen, wenn Sie folgende Auffälligkeiten bei Ihrem Kind beobachten:

  • Schwierigkeiten Distanzen und Geschwindigkeiten einzuschätzen
  • Schnelles Ermüden und Unlust beim Lesen
  • Häufiges Augenblinzeln, -kneifen oder –reiben
  • Ungeschicktheit oder Koordinationsprobleme
  • Motivations- oder Konzentrationsprobleme
  • Krakelige und ungleichmäßige Handschrift

 

Kennt ihr schon all die anderen Blogbeiträge, wie zum Beispiel Schielen ist bei Kindern ein Risikozeichen oder 7 Mythen rund um das Auge – Was stimmt wirklich?

Mehr Informationen zum Thema Augenvorsorge bei Kindern gibt es unter: www.augenvorsorge.info

Bis zum nächsten Mal!

Euer Plusoptix-Team

 

[1] https://www.augenmedizin.at/kinderuntersuchung?fbclid=IwAR3kj1VJvh-DS6NL_C8tjtu8RVMpfbUdVxqa1w7U–5MSici3CI2N1_a0B0

[2] https://www.augenmedizin.at/kinderuntersuchung?fbclid=IwAR3kj1VJvh-DS6NL_C8tjtu8RVMpfbUdVxqa1w7U–5MSici3CI2N1_a0B0

[3] https://www.augenmedizin.at/kinderuntersuchung?fbclid=IwAR3kj1VJvh-DS6NL_C8tjtu8RVMpfbUdVxqa1w7U–5MSici3CI2N1_a0B0

2 Antworten auf „Woher soll Ihr Kind wissen, dass es schlecht sieht?“

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