Gemeinnützige Arbeit mit dem Plusoptix Gerät – ein wetterfester Screening-Koffer geht auf Weltreise

Heute würden wir euch gerne ein tolles Beispiel einer gemeinnützigen Anwendung unserer Messgeräte vorstellen. Es handelt sich hierbei um die Hamburger H. I. T. Stiftung, die 2014 von Herrn Dr. Peter P. Kaupke, Augenarzt aus Hamburg, ins Leben gerufen wurde:

Man kann Herrn Dr. Kaupke guten Gewissens als einen Augenarzt aus Leidenschaft bezeichnen. „Es ist mir ein großes Anliegen, aktiv etwas für eine bessere Zukunft unserer Kinder zu tun – und zwar über den Rahmen meiner Praxis hinaus“, beschreibt er den ausschlaggebenden Grund zur Gründung der H.I.T. Stiftung auf seiner Homepage. H.I.T. hat es sich zur Aufgabe gemacht Kindern durch besseres Lernen, Erkennen und Verstehen, eine Chance auf Entwicklung von Wertebewusstsein und eine selbstbestimmte, positive und bessere Zukunft zu ermöglichen.  „Nur wer gut sehen kann, hat auch eine Chance auf ein erfolgreiches Lernen“, erklärte Herr Dr. Kaupke im Gespräch.  Sein Ziel: Kindern in bildungsfremden Regionen zu frühzeitigen Sehtests verhelfen.

Mehr zu den Zielen der Stiftung sowie zur Rolle des Plusoptix-Geräts hierbei, möchten wir euch gerne im heutigen Blogbeitrag vorstellen:

Ein Schwerpunkt seiner Arbeit in den zwei Augenarztpraxen in Hamburg-Blankenese und am Tierpark ist die Kinder-Augenheilkunde. Eine speziell hierfür eingerichtete Sehschule zur Vorsorge, Diagnostik und Therapie,  bietet eine Anlaufstelle für Kinder aller Altersklassen. Wir haben uns sehr gefreut, dass Herr Dr. Kaupke sich die Zeit für ein persönliches Gespräch über die Stiftungsarbeit genommen hat.

Dr_Kaupke-HIT Stiftung_Tansania
Dr. Kaupke inmitten der neugierigen Grundschüler von Lupombwe ,Tansania

Eines der Projekte der Stiftung nennt sich „Save children’s sight – for a better chance in life“ (dt.: „Sichert die Sehfähigkeit der Kinder – für eine bessere Chance im Leben“). Das Erfolgsrezept besteht aus drei Komponenten: Akutversorgung, Hilfe zur Selbsthilfe und Öffentlichkeitsarbeit. Das bedeutet im Konkreten: Die freiwilligen Helfer der Stiftung führen Sehscreenings in entlegenen Regionen (Namibia, Tansania, Myanmar, Sri Lanka, Polynesien und vielen mehr) durch und versorgen betroffene Kinder kostenlos mit Brillen. Unterstützt werden sie dabei durch ansässige Hilfsorganisationen, Kirchengemeinden, Schulen oder durch andere sozial engagierte Helfer.  Als Hilfe zur Selbsthilfe werden die ansässigen Hilfskräfte vor Ort geschult und das nötige Equipment bereitgestellt. Für diesen Zweck ließ die Stiftung spezielle, wetterfeste Screeningkoffer herstellen, in der u.a. das Plusoptix-Gerät („plusoptiX A12R“) und ein Sehtest mit Symbolen enthalten ist.

Screeningkoffer Dr. Kaupke
Der wetterfeste Screeningkoffer enthält den plusoptiX A12R, der bei den Sehscreenings in der ganzen Welt eingesetzt wird.

Eine Herausforderung während des Sehscreenings ist die Sprachbarriere zwischen Helfern und Kindern. Doch für die Tests ist eine gemeinsame Sprache nicht zwingend nötig. Zuerst werden ein Nah- und Fernsehtest mit Hilfe internationaler Test-Symbole (LEA) durchgeführt , die das Kind dann auf einer eigenen, kleinen Tafel nachzeigen muss. Danach werden die Messwerte jedes Kindes durch eine sekundenschnelle Messung mit dem Plusoptix-Gerät festgehalten. Das Kind muss hierbei nur kurz auf das Plusoptix Smiley auf der Vorderseite des Geräts sehen. Die Öffentlichkeitsarbeit als dritte Komponente soll das Bewusstsein für das wichtige Thema der Augenvorsorge bei Kindern und den Zusammenhang zwischen Sehen und Lernen verstärken.

A12R front view
Der „plusoptiX A12R“ unterstützt die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer durch sekundenschnelle Erfassung der Messwerte.

Durch die Sehscreenings werden Messwerte ermittelt, die entweder direkt vor Ort oder in Hamburg ausgewertet werden. Denn es kann schon auch mal ein langer Tag mit sehr vielen Kindern werden.

In Sri Lanka zum Beispiel waren es an einem Tag 150 Kinder, insgesamt sogar etwa 2.000 Kinder in 10 Schulen! Doch das Sehscreening hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn bei 12% der Kinder wurde eine Sehschwäche gefunden, die durch eine Brille behoben werden konnte.

Dr_Kaupke-HIT Stiftung
Voller Vorfreude warten die kleinen Patienten auf die freiwilligen Helfer der Stiftung H.I.T.

Ein weiteres tolles Beispiel eines solchen Einsatzes ist der Einsatz der Segler der „Blue Planet Odyseey“. Ihre Weltumsegelung führte die Segler in die entlegensten Gebiete, die auf normalen Verkehrsweg nicht zu erreichen sind. Ausgestattet waren die vorab durch Dr. Kaupke geschulten Segler mit einem der praktischen Screeningkoffer inklusive Plusoptix-Gerät – wetterfest versteht sich. Sie berichteten über eine unglaubliche Freude der Insel-Bewohner über die Chance zur Seh-Test-Untersuchung und kostenlosen Bereitstellung von Brillen. „Zu uns kommt doch sonst niemand“, erklärten die Einheimischen.

Auch 2018 waren die ehrenamtlichen Helfer bereits im Einsatz. Das Projekt „Kinderbrillen Myanmar“ hat das Ziel Sehtests bei 5- bis 8jährigen Kindern in Myanmar durchzuführen. In der ersten Phase konnten bereits 1.000 Kinder untersucht werden. Kinder, bei denen eine Sehschwäche festgestellt wurde, haben inzwischen bereits eine Kinderbrille erhalten.

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Die Brillen sind in Myanmar! Ganz stolz zeigen die Kleinen ihre neuen Brillen.

Gemeinnützige Projekte des  H.I.T.-Sehscreenings-Teams finden mittlerweile in Afrika, Europa und Asien statt. Zusammen mit Hamburger Schulen und Kirchengemeinden sind noch in diesem Jahr weitere Hilfseinsätze in Entwicklungsregionen geplant. „Die Verbreitung unseres Seh-Koffers auf der ganzen Welt soll dazu beitragen, Kindern ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen“, heißt es auf der Homepage. „Denn nur wer gut sehen kann, kann auch gut lernen. Bitte helfen auch Sie dabei mit, Kindern die Chance auf eine glückliche Zukunft zu geben.“

Bildmaterial: hit-hamburg.com

 

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