Warum Augenvorsorge auf die Checkliste fürs neue Schuljahr gehört

Busse und U-Bahnen sind wieder voll, es herrscht Gedränge in den Schreibwarenläden, neue Stundenpläne, Fächer und Herausforderungen stehen bevor: Die Schule hat wieder begonnen.

Kinder, Eltern und Lehrkräfte bewegen nun viele Fragen: Wer wird neuer Klassenlehrer oder neue Klassenlehrerin? Wie viele lange Nachmittage gibt es? Wer unterrichtet die Klasse in Mathe? Eine Frage, die – bisher zumindest – meist nicht dazu gehört: Wie gut kann das Kind sehen?

Weltweit sind immer mehr Kinder und Jugendliche kurzsichtig

Dabei wird das Thema für Schulkinder immer wichtiger: Das richtige Sehen ist die Basis für gutes Lernen, denn rund 90% der Sinneseindrücke nehmen wir über den Sehsinn auf. Zugleich ist die Kurzsichtigkeit (Myopie) weltweit immer weiter auf dem Vormarsch – gerade bei Schulkindern ist die Tendenz deutlich steigend.

Wirklich dramatisch ist die Lage in Asien, dort sind 95 % der Jugendlichen kurzsichtig.[1] Doch auch hierzulande steigen die Zahlen kurzsichtiger Kinder und Jugendlicher: Mehr als jedes dritte Schulkind ist kurzsichtig und bei Studenten sogar die Hälfte[2].

Auch wenn die Ursachen und Hintergründe noch nicht vollständig erforscht sind, zeichnen sich einige grundlegende Zusammenhänge ab. Zum Beispiel kann eine Vererbung die Kurzsichtigkeit der Nachkommen begünstigen: So liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Kurzsichtigkeit für ein Kind, dessen Eltern beide kurzsichtig sind, bei 60% gegenüber 10 % bei Kindern, deren Eltern nicht kurzsichtig ist. Doch allein durch genetische Faktoren lässt sich der dramatische Anstieg von Myopie nicht erklären. Vielmehr scheint unsere Lebensart ein wichtiger Faktor für die Entwicklung des Sehens.

Wie sollte man mit dem steigenden Myopie-Risiko umgehen?

Einerseits ist gut belegt, dass die vielen Aktivitäten, bei denen wir auf die Nähe fokussieren – eine Kurzsichtigkeit begünstigen. [3] Neben Lesen und Lernen, verbringen Kinder zu viel Zeit mit Tablets oder Handys – und das ebenfalls in Nahsicht. Entgegenwirken kann dem nur das natürliche Tageslicht, denn das Spielen im Freien kann einen positiven Beitrag zum Schutz leisten. Wenn Kinder sehr lange in die Nähe fokussieren, hilft ihnen das Spielen im Freien sowohl mit dem Blick in die Ferne, als auch mit der Farbe des Tageslichts. Denn das Aufhalten im Tageslicht kann sich verzögernd auf die Entwicklung einer Sehstörung auswirken. Grund dafür ist der hohe Gehalt an blauer Farbe in natürlichem Licht. Dieses regt die Netzhaut an und Dopamin wird ausgeschüttet. Dopamin steuert das Wachstum des Augapfels und hilft ihm seine runde Form beizubehalten. Und die Form des Augapfels wiederum hat Auswirkungen auf die Entwicklung einer Sehstörung. Deshalb ist es vor allem im Kindesalter besonders wichtig möglichst viel Zeit im Freien zu verbringen.[4]

Kinder sollten mehr im Freien spielen

Natürlich soll es nicht darum gehen, Kindern das Lesen abzugewöhnen. Auch können wir übergreifende Entwicklungen in unserem Lebensalltag, wie etwa die fortschreitende Nutzung digitaler Medien nicht aufhalten.

Wie können wir aber mit dem gewachsenen Myopie-Risiko sinnvoller Weise umgehen? Sinnvoll ist es, Kinder zu mehr Aktivitäten anzuregen, bei denen auch der Blick in die Ferne zum Zuge kommt, etwa bei körperlicher Bewegung – ganz besonders draußen im Freien. Wichtig ist aber auch, die individuelle Situation des Kindes zu erkennen: Kann das Kind gut sehen? Dies kann eine regelmäßige Augenvorsorge beantworten. Die Augenvorsorge sollte regelmäßig wiederholt werden, denn eine Sehstörung, wie die Kurzsichtigkeit, kann sich auch erst im Schulalter entwickeln und immer weiter fortschreiten.

Kurzsichtigkeit bei Kindern frühzeitig erkennen

Von Kurzsichtigkeit (Myopie) sprechen wir, wenn Gegenstände in der Nähe scharf gesehen werden und in der Ferne unscharf erscheinen. Sie entsteht, wenn der Augapfel zu sehr in die Länge wächst. Lichtstrahlen, die dann ins Auge fallen, finden ihren Brennpunkt dann nicht mehr genau auf der Netzhaut, sondern davor. Bis zum 30. Lebensjahr wachsen unsere Augäpfel. Je früher die Kurzsichtigkeit auftritt, desto gravierender kann sie sich entwickeln.

Grafische Darstellung eines gesunden und eines kurzsichtigen Auges[5]

Eigentlich erscheint uns Kurzsichtigkeit oft gar nicht als echte „Krankheit“. Denn Kurzsichtigkeit ist nicht gleich Kurzsichtigkeit. Ist sie gering ausgeprägt (bis etwa Minus 2-3 Dioptrien) lässt sie sich ohne weiteres etwa mit einer Sehhilfe korrigieren. Entwickelt sich aber eine starke Myopie (ab etwa Minus 6 Dioptrien), können sich häufig auch Folgebeschwerden entwickeln. Etwa ein Drittel der stark kurzsichtigen Patienten ist davon betroffen: unter ihnen sind Netzhautprobleme überdurchschnittlich verbreitet und auch grüner und grauer Star treten vermehrt auf. Frühzeitig zu erkennen, dass ein Kind eine Myopie entwickeln, hilft solche Risiken besser im Blick zu haben.[6]

Und vor allem: Je früher eine Sehstörung wie die Kurzsichtigkeit erkannt wird, desto besser sind die Behandlungschancen.

Regelmäßige Augenvorsorge: Schuljahresstart ist die perfekte Erinnerung

Gerade bei Schwierigkeiten in der Schule gilt es, daran zu denken, dass hinter den Anzeichen einer möglichen Lernschwäche doch eine Sehstörung stecken kann. Der regelmäßige Check bei Augen- oder Kinderarzt schafft Klarheit. Und weil sich Kinderaugen stetig entwickeln, ist es am besten, die Augenvorsorge regelmäßig zu wiederholen. Wir finden: Jeder neue Schuljahresstart ist eigentlich der perfekte Anlass für ein Seh-Screening und gehört auf die Checkliste nach den Ferien.

 

Weiterführende Informationen:

https://www.augenvorsorge.info/de/home

https://www.swr.de/wissen/kurzsichtigkeit-nimmt-dramatisch-zu/-/id=253126/did=21964320/nid=253126/1tzopiz/index.html

https://www.medizin.uni-tuebingen.de/uktmedia/Patienten/PDF_Archiv+/Patientenbrosch%C3%BCren/Augenklinik/Patienteninformation+Kurzsichtigkeit+Schaeffel+Ziemssen.pdf

 

Quellen:

[1] https://www.swr.de/wissen/kurzsichtigkeit-nimmt-dramatisch-zu/-/id=253126/did=21964320/nid=253126/1tzopiz/index.html

[2] https://www.swr.de/wissen/kurzsichtigkeit-nimmt-dramatisch-zu/-/id=253126/did=21964320/nid=253126/1tzopiz/index.html

[3] https://augenchirurgie.clinic/erkrankungen/kurzsichtigkeit-kinder aufgerufen am 5.8.2019

[4] https://www.medizin.uni-tuebingen.de/uktmedia/Patienten/PDF_Archiv+/Patientenbrosch%C3%BCren/Augenklinik/Patienteninformation+Kurzsichtigkeit+Schaeffel+Ziemssen.pdf aufgerufen am 5.8. 2018

[5] https://plusoptix.blog/2019/01/30/die-epidemie-der-kurzsichtigkeit/

[6] ebd.

 

Prämiert, präzise, zuverlässig und kompatibel: Wie Plusoptix Design, Technik und Kundenservice vereint

Plusoptix_VisionScreener_Award

Je früher eine Sehstörung erkannt wird, desto besser kann eine Amblyopie vermieden werden. Ein Messgerät von Plusoptix kann sowohl Kinderärzte, als auch Augenärzte, bei der Früherkennung von Sehstörungen, Medientrübungen und abnormalen Reflexen unterstützen. Dabei muss das Messgerät hohe Anforderungen erfüllen: Neben präzisen Messergebnissen, muss eine Messung für das untersuchende Personal einfach und ergonomisch und für die Patienten so angenehm wie möglich sein. Plusoptix Geräte sind: prämiert, präzise, zuverlässig und kompatibel. Im Folgenden erfahren Sie die Gründe.

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Endlich Schule! Doch nur wer gut sieht, kann auch gut lernen

Vor dem ersten Schultag ist die To-Do Liste lang: Ranzen, Stifte, Hefte, Schultüte – alles erledigt.  Das Wichtigste kann da leicht vergessen werden: Gesundes Sehen.

Denn nur wer korrekt und gut sieht, kann auch gut lernen. Eine Fehlsichtigkeit im Alltag kann leicht übersehen werden, denn es gibt keine äußerlichen, mit bloßem Auge erkennbaren Symptome. Eltern fällt es oft schwer die Fehlsichtigkeit im Alltag zu erkennen, und auch die Kinder bemerken ihre Einschränkungen nicht – sie haben keine Vergleichsmöglichkeit. In der Schule werden Kinder mit neuen Aufgaben und Anforderungen konfrontiert, die ungewohnt für sie sind.  Falls das Kind fehlsichtig ist, muss es sich übermäßig anstrengen. Das Lernen fällt ihm dadurch schwerer und es verliert womöglich die Lust am Lernen.

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Frühzeitige Augenvorsorge für Kinder- Was zahlt die Krankenkasse?

Plusoptix Vision Screener - plusoptiX S12C measurement side view

Plusoptix legt Wert darauf, dass die Eltern über die enorme Bedeutung der frühzeitigen Augenvorsorge bei Kindern aufgeklärt werden. Eltern müssen wissen, dass es eine moderne Technik gibt, mit der Amblyopie (Schwachsichtigkeit) nicht nur erkannt, sondern durch eine Vorsorge vermieden werden kann. Doch wird eine Messung mit dieser modernen Technik zur Augenvorsorge auch von den Krankenkassen bezahlt?

Über dieses Thema wollen wir euch im folgenden Beitrag einen Überblick verschaffen.

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Schielen von Kindern

Was oft harmlos und süß aussieht kann Folgen haben: Schielen bei Kindern ist ein Risikozeichen

Schielende Babys ab sechs Monaten und Kleinkinder sollten so früh wie möglich behandelt werden um Spätfolgen zu vermeiden. Warum Schielen so gravierend sein kann und welche Warnzeichen Eltern beachten müssen erfahrt ihr heute in unserem Blog:

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„Im Alltag hat nur eine geringe Chance zu bemerken, dass ein Kind nicht richtig sieht“

Michael Scheel, Kinderarzt aus Wremen im Landkreis Cuxhaven spricht über seine Erfahrungen mit dem apparativen Sehscreening und warum er Eltern ans Herz legt, ihre Kinder auf Sehstörungen untersuchen zu lassen.

Michael Scheel hat seit 2014 eine Kinderarztpraxis an der Nordseeküste, zwischen Bremerhaven und Cuxhaven. Seit 2015 führt er in seiner Praxis das apparative Amblyopiescreening mit dem Plusoptix Vision Screener durch. Im Jahr werden in seiner Praxis, so schätzt er, 300 bis 400 Kinder untersucht – ab der U5. „Als eines der ersten Kinder, die wir mit dem Vision Screener gemessen haben, hatten wir meinen damals 11 Monate alten Sohn zum Amblyopiescreening – das Ergebnis: „Auffällig“.

Im Alltag lassen sich Sehstörungen nicht leicht entdecken, das ist ein Risiko

„Wie fast alle Eltern hatten auch wir nicht den leisesten Verdacht auf eine Sehstörung und bei meinem Sohn bestand eine hochgradige Fehlsichtigkeit auf einem Auge. Wir waren damals sehr erstaunt über das auffällige Ergebnis, denn in unserer Wahrnehmung hatte unser Sohn sich völlig unauffällig verhalten. Das gut sehende Auge hatte alles ausgeglichen“, berichtet  Herr Scheel.

„Es ist wichtig zu verstehen, dass man im Alltag nur eine geringe Chance hat, zu bemerken, dass ein Kind nicht richtig sieht. Babys können oft selbst sehr starke Sehstörungen so gut ausgleichen, dass es den Eltern und auch den Lehrern oder Erziehern nicht auffällt.“ Deshalb werden viele Sehstörungen erst entdeckt, wenn in der Schule Probleme auftreten. Doch dann ist die Entwicklung des „Sehen lernens“ fast abgeschlossen und eine Behandlung von Sehstörungen sehr viel schwieriger.

Ein wichtiger Vorteil: die Messung ist unkompliziert und kinderfreundlich

Als entscheidenden Vorteil des apparativen Amblyopiescreenings mit Plusoptix sieht Herr Scheel die unkomplizierte Messung: „Das geht schnell, einfach und kontaktlos. Auch für die Eltern spart das Zeit und Aufwand, wenn sie das Amblyopiescreening im regulären Ablauf der Vorsorgeuntersuchung erledigen können und dafür nicht extra zum Augenarzt müssen. Lange Wartezeiten und eventuell auch das unangenehme Weittropfen der Augen müssen für das Amblyopiescreening nicht sein.“

Die Messung mit dem Plusoptix Vision Screener erfolgt berührungslos und unabhängig von der Kooperation des Kindes. Manche Babys nehmen nicht einmal wahr, dass sie untersucht werden.

Werden im Amblyopiescreening Auffälligkeiten entdeckt, dann übernimmt ein Augenarzt die weitere Diagnose und Behandlung. Alle Untersuchungs- und Behandlungskosten, die hierbei entstehen, trägt die Krankenkasse. Herr Scheel rät Eltern in diesem Fall: „Es ist wichtig, dann Augenärzte zu wählen, die ausreichend Erfahrung mit Kindern haben. Wir überweisen eigentlich nur noch zu Augenarztpraxen mit Sehschule. Dort arbeiten Orthoptisten/-innen, Fachkräfte, die auf das richtige Sehen spezialisiert sind und ausreichend Erfahrung mit Kindern haben.“

Melden sich Eltern mit Ihrem Neugeborenen in Herr Scheels Praxis an, erhalten sie bereits erste Informationen zum Ambylopiescreening. Bei der U5, etwa im sechsten bis siebten Lebensmonat, sprechen die Medizinischen Fachangestellten das Thema nochmals mit den Eltern an, die dann entscheiden, ob sie das Angebot in Anspruch nehmen möchten. Einige Krankenkassen bieten das Screening bereits im Rahmen von kostenlosen und freiwilligen Selektivverträgen an, ansonsten wird es als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) abgerechnet. „Es wäre wichtig, dass mehr Krankenkassen die Kosten für das Amblyopiescreening übernehmen,“ erklärt Michael Scheel, „denn für manche Eltern stellt es eine so große finanzielle Belastung dar, dass sie auf die wichtige Untersuchung verzichten.“

Unentdeckte Sehstörungen können eine Amblyopie zur Folge haben

Das Amblyopiescreening bietet eine Möglichkeit zur frühzeitigen Erkennung von Sehstörungen. Die am häufigsten auftretenden Amblyopie-Risikofaktoren bei Kindern sind das Schielen und eine stark unterschiedliche Sehkraft der Augen, Aber auch andere Ursachen können eine Amblyopie verursachen. In der Praxis von Herr Scheel zeigte sich, dass es auch viele Kinder gibt, die eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) haben. Bei der Hornhautverkrümmung (Astigmatismus), ist die Hornhaut auf einem oder beiden Augen zu stark oder unregelmäßig gekrümmt. Auf der Netzhaut entsteht so ein nur unscharfes Bild. Ist die Verkrümmung nur auf einem Auge, liegt auch hier wieder ein starkes Risiko für eine Amblyopie vor: Das Gehirn bedient sich nur der Bilder des einen Auges, die des anderen blendet es aus.

Frühzeitige Entdeckung ermöglicht meist schnellere Behandlungserfolge

„Das älteste Kind, bei dem wir dank des apparativen Screenings eine Sehstörung entdeckten, war übrigens acht Jahre alt – auch das zeigt, wie unauffällig die Sehstörungen im Alltag sind. Grundsätzlich versuchen wir, mögliche Sehstörungen so früh wie möglich zu entdecken und zum Augenarzt zu überweisen  und zu behandeln. Die Erfolge sind größer und man muss auch nicht so lange therapieren“, berichtet Michael Scheel. „Entdecken wir etwa eine Amblyopie oder ein Amblyopierisiko in den ersten zwei bis drei Lebensjahren, hilft oft schon eine kurze Therapie beim Augenarzt – meist durch das Abkleben des gesunden Auges mit einem Pflaster (Okklusionstherapie) über zwei bis drei Monate hinweg. Eine Ausnahme ist vielleicht das Schielen, da kann es mit der Behandlung länger dauern.“

Nach dem dritten Lebensjahr sind große Teile der Entwicklung des Sehens bereits abgeschlossen, eine Amblyopie hat sich vielleicht schon entwickelt. Entsprechend schwieriger gestaltet sich die Behandlung. Bei einem älteren Kind, etwa mit fünf oder sechs Jahren, ist nur eine Amblyopieerkennung mit schlechteren Behandlungschancen möglich, trotz längerer Okklusionszeiten .

Das Gespräch mit Herrn Scheel hat deutlich gemacht, wie schwierig Sehstörungen im Alltag zu entdecken sind – und wie unkompliziert ein frühzeitiges Ambylopiscreening beim Kinderarzt durchgeführt werden kann.

Wann wart Ihr zum letzten Mal mit eurem Kind bei der Augenvorsorge?

Mehr Informationen dazu unter www.augenvorsorge.info

 

Weitere Informationen:

Homepage der Praxis von Michael Scheel

Artikel zu Astigmatismus

Informationen zum Plusoptix Vision Screener

Gemeinnützige Augenvorsorge – zu Gast bei Kindern in Guatemala

Seit wir im letzten Jahr im Blogbeitrag „Gemeinnützige Arbeit mit dem Plusoptix Gerät – ein wetterfester Screening-Koffer geht auf Weltreise“ über die gemeinnützigen Projekte zur Augenvorsorge der H.I.T. Stiftung berichtet haben, sind wir zu begeisterten Lesern des Blogs der H.I.T. Stiftung geworden. Hierbei ist uns vor allem der letzte Blogbeitrag „H.I.T. in Guatemala: “Wer nicht sehen kann, dem fällt das Lernen schwer” aufgefallen. Über diesen würden wir euch heute gerne berichten.

In diesem Blogbeitrag geht es um die 23-jährige Studentin Julia Odenga. Sie leistete bereits 2017 Freiwilligenarbeit für den gemeinnützige Verein Li Ch’utam in Guatemala (Lateinamerika). Da sie das Land und die Arbeit so begeistert hat, entschloss sie sich erneut nach Guatemala zu reisen um dem Verein weitere Hilfe zu leisten.

Im folgenden erfahrt ihr mehr über die Beweggründe von Julia, die Arbeit vor Ort und wie der Screeningkoffer der H.I.T.-Stiftung mit dem Plusoptix Autorefractor bei ihrem Projekt helfen konnte.

Der gemeinnützige Verein Li Ch’utam

 

Li Ch’utam kommt aus dem Qeqchi, eine von rund 24 in Guatemala vertretenen Maya- Sprachen und heißt so viel wie “Zusammenkommen” oder “Gemeindetreffen“. Der Li Ch’utam Verein ist im Jahr 2009 aus einer Deutsch-Guatemaltekischen Freundschaft heraus entstanden. Die Volunteers unterstützen Lehrer und Familien mit Kindern im Grundschulalter in Guatemala. Außerdem bietet der Verein unter anderem ein computergestützte Nachmittagsbildungsprogramme an, in welchem Lese- und Computerkompetenzen gefördert werden. Dementsprechend  beschäftigt Li Ch’utam seit 2013  vor Ort ein ständiges Team von Volunteers um die Projekte umzusetzen und Partner in der Region bei Bildungsarbeiten zu unterstützen. [1]

Das Hauptaugenmerk der gemeinnützigen Organisation ist es, Bildung für die Einwohner Guatemalas zugänglicher zu machen. Entsprechend diesem Ziel zu genügen, konzentriert sich der Verein auf die folgenden vier Projektbereiche:

  • Klassenzimmer-Unterstützung
  • Außerschulische Aktivitäten
  • Stipendien
  • Familienprojekte[2]

H.I.T.: „Nur wer gut sehen kann, hat auch eine Chance auf ein erfolgreiches Lernen.“

 

Als sich Julia für ihren Aufenthalt in Guatemala vorbereitete, ist sie über eine Freundin auf die H.I.T. Stiftung aufmerksam geworden. Deshalb hat sie sich intensiver mit den Projekten der Stiftung auseinander gesetzt. Deshalb erkannte sie, dass das Anliegen der H.I.T. Stiftung auch dem Projekten des Vereins Li Ch’utam in Guatemala helfen könnten.

Die gemeinnützige H.I.T. Stiftung wurde im Jahr 2014 von Dr. Peter P. Kaupke ins Leben gerufen. Die Stiftung  hat es sich auf die Fahne geschrieben, Kindern durch besseres Lernen, Erkennen und Verstehen, eine Chance auf Entwicklung von Wertebewusstsein und eine selbstbestimmte, positive und bessere Zukunft zu ermöglichen.  „Nur wer gut sehen kann, hat auch eine Chance auf ein erfolgreiches Lernen“, erklärte Herr Dr. Kaupke im Gespräch.  Sein Ziel: Kindern in bildungsfremden Regionen zu frühzeitigen Sehtests verhelfen. Eines der Projekte der Stiftung nennt sich „Save children’s sight – for a better chance in life“ (dt.: „Sichert die Sehfähigkeit der Kinder – für eine bessere Chance im Leben“). Die freiwilligen Helfer der H.I.T.-Stiftung führen Augenscreenings in entlegenen Regionen der Welt durch und versorgen betroffene Kinder kostenlos mit Brillen.  Für diesen Zweck ließ die Stiftung spezielle, wetterfeste Screeningkoffer herstellen, in der u.a. ein Plusoptix Autorefractor (plusoptiX A12R) und ein Sehtest mit Symbolen enthalten sind.

Wetterfester Screening-Koffer für die gemeinnützige Augenvorsorge der H.I.T. Stiftung

Auch in Guatemala gibt es Kinder, denen das Lernen und Schreiben schwer fällt, da sie kaum Buchstaben erkennen können.

Gemeinnützige Augenvorsorge: Aufklärung und Durchführung eines Augenscreenings

 

Deswegen lag Julia’s Verantwortung in Guatemala zum größten Teil bei der Augenvorsorge von Kleinkindern. Dafür begab sie sich in die Region des Polochic Tals und veranstaltete an der örtlichen Grundschule ein Augenscreening . Vor allem um die Sehfähigkeit der Kinder in der Region zu überprüfen. Die Einwohner Guatemalas haben in vielen Teilen des Landes so gut wie keinen Zugang zu einem Arzt oder Medikamenten. Dennoch können Krankheiten oder Behinderungen bei Kleinkindern in den meisten Fällen kaum bis gar nicht diagnostiziert oder therapiert werden. Das heißt, die Möglichkeiten, die viele Kinder in Ländern wie Deutschland haben, bleiben ihnen verwehrt. Aufgrund dessen müssen sie oft ein Leben lang mit den Folgen kämpfen.[3] Vor allem betrifft dies natürlich auch das Sehen. Wer nicht richtig sehen kann, dem fällt auch das Lernen, Erkennen und Verstehen schwer.[4]

 

Julia organisierte den Test im Januar 2019. Einen Tag vor dem Augenscreening  veranstaltete sie einen Informationsabend für die Eltern der Kinder, um diese umfangreich über das Augenscreening aufzuklären und auf die Wichtigkeit frühkindlicher Augenvorsorge aufmerksam zu machen.

Die Kinder warten neugierig auf die gemeinnützige Augenvorsorge

Diesem Angebot folgte eine Vielzahl der Dorfeinwohner. Deshalb war es keine große Überraschung, dass am nächsten Tag ein Menge interessierter Kinder getestet werden konnten. Selbst die Lehrkräfte der Bildungseinrichtung wurden tatkräftig an den Plusoptix Geräten geschult. Mit ihrer Hilfe konnte eine Vielzahl von Kindern untersucht werden. Die Messung mit dem prämierten, kinderfreundlichen Plusoptix Gerät ist für die Kleinen aufregend und selbst die lautstarke Geräuschkulisse stellte kein Problem dar. Zudem wird die Messung in unter einer Sekunde durchgeführt. Danach konnten die Kinder auch schnell wieder zu ihren Freunden gehen.

Ein Dankeschön gilt den gemeinnützigen Helfern

 

Zusammenfassend gilt der Dank Julia, dem vorbildlich koordinierten Projekt des Vereins Li Ch’utam in Zusammenarbeit mit der Hamburger H.I.T. Stiftung, denen es gelungen ist, Kindern aus weit entlegenen Regionen auf ihrem erschwerten Weg zu Gesundheit und Bildung weiterzuhelfen.[5] Wir sind stolz, dass auch der im wetterfesten Screening-Koffer enthaltene Plusoptix Autorefractor (plusoptiX A12R) bei dieser Mission helfen konnte.

Gelungene gemeinnützige Augenvorsorge selbst unter erschwerten Bedingungen

[1] https://www.betterplace.org/de/organisations/16800-li-ch-utam-deutschland-ev

[2] https://lichutam.org/de/

[3] https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/guatemala-node/guatemalasicherheit/221882#content_5

[4] https://www.hit-hamburg.com/neues-projekt-h-i-t-in-guatemala/

[5] https://www.facebook.com/LiChutam

 

 

Mehr Informationen zum Thema Augenvorsorge gibt es unter:

www.augenvorsorge.info

 

Weitere Informationen zu unserem Vision Screening findet ihr unter:

www.plusoptix.com/de/vision-screener-de/landing

 

Kennen Sie schon die anderen Blogbeiträge zum Thema gemeinnützige Augenvorsorge?

 

Weltweit führender Kinderophthalmologe Dr. Robert „Bob“ Arnold zu Gast bei Plusoptix

Robert Bob Arnold und das Plusoptix Team_mit Logos

Wir fühlen uns geehrt, dass einer der weltweit führenden Kinderophthalmologen Dr. Robert „Bob“ Arnold (ehem. Vorsitzender des Vision Screening Committees der AAPOS- American Association for Pediatric Ophthalmology and Strabismus) den weiten Weg von Alaska nach Nürnberg auf sich genommen hat, um uns bei der Weiterentwicklung unserer Geräte zu unterstützen. „Weltweit führender Kinderophthalmologe Dr. Robert „Bob“ Arnold zu Gast bei Plusoptix“ weiterlesen